Projektübersicht

Das ehrenamtliche Projekt Lesehund bietet Schülern mit Leseschwäche die Möglichkeit, wöchentlich einem Lesehund vorzulesen. Geringe Lesekompetenzen können schwerwiegende Auswirkungen auf die schulischen Leistungen, Sozialkompetenzen und Kommunikationsfähigkeiten haben.
Hier setzen wir mit den Lesehunden an: frühe Förderung der Lesekompetenz.

Kategorie: Bildung
Stichworte: #bildung, #lesehund, #nürnberg, #johanniter
Finanzierungs­zeitraum: 29.11.2017 16:56 Uhr - 31.03.2018 16:00 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Frühjahr 2018

Worum geht es in diesem Projekt?

In 20-minütigen Sitzungen dürfen die Kinder den Hunden in ruhiger Umgebung vorlesen. Ein Hund unterbricht nicht den
Lesefluss, er bewertet nicht und lacht nicht aus.
Der Hund muss deshalb:

  • sehr freundlich und kinderlieb sein
  • eine Grundausbildung haben
  • einen Wesenstest absolvieren
  • stressunempfindlich und ruhig sein

Die Lesehunde werden auch bei Kindern mit körperlichen und/oder geistigen Besonderheiten eingesetzt und erzielen auch hier gute Fortschritte. Es gibt mittlerweile viele Studien, die die Erfolge von tiergestützter Intervention belegen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Lesehunde helfen Kindern:

  • bessere Noten in der Schule zu erhalten
  • die Freude am Bücher lesen zu entdecken
  • ihre Lesefähigkeiten zu verbessern
  • die Angst vorm Vorlesen zu verlieren
  • selbstsicherer im Umgang mit Hunden,aber auch mit anderen Menschen zu werden

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Das Projekt richtet sich an Kinder mit Leseschwäche oder Schwierigkeiten beim Vorlesen. Es soll die Freude am Buch wecken und Schwellenängste beim lauten Vorlesen abbauen. Jedoch ist Lesen können/lernen der Grundbaustein, um Wissen anzuhäufen und Bildung zu erlangen. Hat ein Kind keine Freude am Lesen oder Angst laut vorzulesen, so wird
es sich immer mehr vor solchen Situationen schützen und dem aus dem Weg gehen. Die Kinder lernen in diesen ersten Jahren für das ganze Leben. Sie lernen lesen, was Auswirkung auf das Schreiben, Lernen und auch die spätere berufliche Bildung hat.

Warum gerade ein Lesehund?

  • Ängste und Hemmungen, die durch Misserfolge beim Vorlesen in der Schule entstehen, abgebaut werden
  • ein Hund einfach nur ruhig zuhört,
  • er kritisiert nicht, er lacht nicht aus
  • ein Hund Ruhe ausstrahlt und Sicherheit gibt


Einmal pro Woche kommt ein Lesehundeteam, bestehend
aus Hund und Halter, in eine Schule oder nach Hause. In einer ca. 20-minütigen Sitzungkann das Kind dann dem Hund vorlesen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wir starten im nächsten Jahr mit den Lesehunden an vier weiteren Schulen. Dafür brauchen wir noch die Ausstattung.
Wir möchten vier Lesebaumbücher-Sätze zu je 375 € kaufen. Mit diesen speziellen Büchern lernen Kinder Schritt für Schritt, längere Texte zu lesen und Zusammenhänge besser zu verstehen. Sie lesen sinnverstehend, haben Freude am Lesen und werden zu sicheren Lesern. Außerdem benötigen wir 14 Kenndecken zu je 35 €. Sie dienen dazu, die Lesehunde für die Öffentlichkeit zu kennzeichnen und deutlich zu machen, dass der Hund gerade im Einsatz ist.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Mittelfranken ist seit 60 Jahren aktiv und beschäftigt derzeit ca. 550 hauptamtliche und etwa 1100 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Zu unseren Aufgaben zählen unter anderem der Rettungsdienst mit seiner Wache in Nürnberg sowie der Fahrdienst, der in Mittelfranken ein flächendeckendes Netz anbietet. Mit unserer Ausbildungsabteilung bringen wir sowohl Führerscheinanwärtern als auch Betriebshelfern und Sanitätern das Thema Erste-Hilfe näher. Kinder und Jugendliche betreuen wir während der Schul- und Ferienzeit und auch bei Trauerfällen. Nicht jeder Dienst refinanziert sich selbst und so sind wir bei der Realisierung mancher Angebote auf weitere Unterstützung angewiesen.
Neben der Regionalgeschäftsstelle in Nürnberg haben die Johanniter in Mittelfranken weitere Standorte in Erlangen, Lauf, Ansbach, Fürth sowie in Schwabach. In der Region sind wir damit gut vernetzt und erfahren früh von den Bedürfnissen der Bevölkerung vor Ort, um diesen mit unseren Diensten und Angeboten zu begegnen.